Unsere Loge

Wer wir sind

Wir Logenbrüder treffen uns immer freitagabends in unserem Logenhaus in der Weserstraße in Bremen Vegesack.

Regelmäßig halten wir auch Gästeabende ab, zu welchen alle interessierten Männer herzlich eingeladen sind. Gern beantworten wir Ihre Fragen zu unserer Loge, über die Freimaurerei und das Leben als Freimaurer. Wir pflegen eine freie, einander zugewandte Diskussionskultur

Dies ist übrigens auch der erste Schritt, welchen Sie machen müssen, um Freimaurer zu werden. Sie müssen dazu nicht viel mitbringen: Sie sollten aber mit dem Begriff „Brüderlichkeit“ umgehen können, bereit sein, Neues zu lernen und zu erleben und die Bereitschaft zu signalisieren, sich auch in die Brudergemeinschaft einbringen zu wollen.

Es gäbe noch so viel über die Freimaurerei und zu unserer Loge „Anker der Eintracht“ zu sagen. Wir finden jedoch, dass dies am besten bei einem persönlichen Gespräch stattfinden sollte.

Hier erfahren Sie mehr zu unserer Geschichte.

Fragen

Fragen und Antworten, die sich aus vielen Gesprächen mit Interessierten ergeben haben

Im Allgemeinen ist es so, dass interessierte Männer (sog. Suchende) Kontakt mit uns aufnehmen und um eine Einladung zu einem Gästeabend bitten.
Hier haben sie dann Gelegenheit, unverbindlich mit Freimaurern ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen.

Wir verstehen Gästeabende nicht als „Anwerbeabende“, um Neumitglieder zu gewinnen. Vielmehr geht es darum, Gäste in einer entspannten Atmosphäre über die Freimaurerei zu informieren.

Ein Suchender wird nicht erleben, dass wir ihn bedrängen einen Aufnahmeantrag zu stellen.

Das wäre für beide Seiten nicht gut, weil eine Mitgliedschaft zu einem Lebensbund von beiden Seiten überdacht werden sollte. Wir haben Brüder in unserer Loge, die bis zu vier Jahre als Gäste zu unseren Abenden kamen und sich erst danach für eine Mitgliedschaft entschlossen haben.

Und es gibt auch Suchende, denen wir leider mitteilen müssen, dass wir uns keine brüderliche Gemeinschaft mit ihnen vorstellen können.

Wir laden Gäste immer zusammen mit ihren Partnerinnen ein und empfehlen auch die Begleitung durch die Partnerin, damit auch sie sich ein Bild von unserer Arbeit machen kann.

So können vorhandene Vorurteile schnell abgebaut werden.

Nach einem Erstbesuch laden wir in der Regel noch zweimal zu einem Gästeabend ein. Sollte daraufhin keine Rückmeldung seitens des Suchenden mehr erfolgen, nehmen wir ihn aus unserer Benachrichtigungsliste und nehmen dann künftig keinen Kontakt mehr mit ihm auf.

Ein Suchender muss also nicht befürchten mit E-Mails, Newslettern oder anderweitigen Kontaktaufnahmen „belästigt“ zu werden.
Damit ist von Anfang an gewährleistet, dass unser freiheitlicher Ansatz auch bei Suchenden Beachtung findet.

Wenn die Freimaurerei eine Geheimgesellschaft wäre, würde diese Webseite mit ihren umfänglichen Informationen nicht existieren. Sie können hier unseren aktuellen Arbeitsplan (freimaurerisch für Terminübersicht) und alle weiteren Veranstaltungen einsehen und auch an Gäste- und Vortragsabenden teilnehmen.

Das, was gemeinhin als geheim bezeichnet wird, ist Ergebnis unserer Verschwiegenheit. Was in jeder in sich geschlossenen Gruppierung (z.B. einer Familie) als normal empfunden wird, nämlich die Diskretion, ist bei Freimaurern nicht anders. Leider wird dies oft mit Geheimniskrämerei verwechselt.

Wir sind keine Geheimgesellschaft, aber eine verschwiegene Gemeinschaft.

Es gibt kein anderes Geheimnis als das gemeinsame Erlebnis brüderlicher Verbundenheit und den Austausch unter Brüdern, die in dieser Form nicht möglich wären, wenn man untereinander zu befürchten hätte, dass private oder berufliche Angelegenheiten weitergegeben würden.

Wir verpflichten uns auch unter uns Brüdern zur Diskretion: Was uns ein Bruder anvertraut, wird auch keinem anderen Bruder weitergegeben. So wird eine Atmosphäre der Vertrautheit und des gegenseitigen Vertrauens erreicht, in der sich Männer ohne Angst vor „Tratsch“ über Ihre Anliegen oder Sorgen unterhalten können. Nicht mehr und nicht weniger bedeutet „Verschwiegenheit“ in der Freimaurerei.

Das kann man mit wenigen Schlagworten umreißen:
Sie stehen für Humanismus, Toleranz und Brüderlichkeit.

Das sind keine leer dahin gesagten Worte für uns, sondern Anliegen, die jeder Bruder individuell lebt. Wir wollen niemanden nicht überzeugen, ein jeder Freimaurer lebt es vor.
Freimaurer tuen Gutes, indem wir spenden oder uns aktiv an Hilfsleistungen beteiligen. In den Vereinigten Staaten werden beispielsweise Kinderkrankenhäuser von der Freimaurerorganisation der Shriners finanziert, um sozial schwachen Kindern eine kostenlose ärztliche Versorgung zu ermöglichen. Und das weltweit.

Auch unsere Loge beteiligt sich daran und unterstützt vorrangig regionale Bedürftige und Institutionen, wie Hospize oder Kindergärten. Allerdings wird man Freimaurer nicht mit großformatigen Überweisungsträgern in der Zeitung finden. Wir handeln gemäß unserer freimaurerischen Tradition im Stillen und hoffen, dadurch unseren Beitrag für mehr Menschlichkeit leisten zu können.

Diese Frage lässt sich gut aus der vorherigen Antwort ableiten:
Im besten Fall erkennt man einen Freimaurer daran, wie er lebt und mit seinen Mitmenschen umgeht.
Vorurteilsfrei, tolerant, offen, menschlich zugewandt und kritisch selbst reflektiert.

Freimaurer halten sich nicht für besondere Menschen, auch wenn ihnen dies oft nachgesagt wird.
Sie sollten sich jedoch darin von anderen Menschen unterscheiden, dass sie sich Ihrer Fehlbarkeit bewusst sind, sich Ihren Fehlern stellen und bemüht sind daran zu arbeiten. Daher passen zu uns auch keine Männer, die sich selbst als nahezu vollkommen und unfehlbar betrachten. Eitelkeiten werden bei uns nicht gepflegt.

Durch die Diskrepanz von Vorstellung und Wirklichkeit, was Freimaurerei wirklich bedeutet, erfahren daher auch Männer eine Enttäuschung, die bei uns elitäre Ansprüche vorzufinden glauben oder hoffen, durch die Freimaurerei finanzielle oder andere materielle Vorteile zu erlangen. Unsere Brüderlichkeit ließe sich damit auch nicht vereinen, denn wir sehen uns als Gleiche unter Gleichen.

Vor allen Dingen einen offenen Austausch unter Brüdern. Hier treffen sich Männer unterschiedlichster Berufe, die sich sonst wahrscheinlich nie gefunden hätten. Daraus ergibt sich ein großer Wissens- und Erfahrungsfundus, von dem jeder Bruder profitiert, wenn er allgemeine oder spezielle Fragen zu privaten oder auch einmal zu beruflichen Themen hat. Er darf sich sicher sein, dass seine Fragen uneigennützig von seinen Brüdern beantwortet werden, da bei uns keine wirtschaftlichen Interessen verfolgt werden.

Wir wollen mehr als ein Verein sein und nehmen unsere Brüderlichkeit sehr ernst. Wir bekennen uns zueinander und gehen auch zusammen durch schwere Zeiten. Daher ist es für einen Freimaurer selbstverständlich einem Bruder zu helfen, wenn es ihm einmal schlecht gehen sollte. Jeder Bruder hat sich dazu verpflichtet, als er aufgenommen wurde und setzt diesen Anspruch in konkrete Taten um, wenn seine Hilfe benötigt werden sollte.

Unsere brüderliche Zuneigung ist es, die uns im Kern zusammenhält und uns Kraft für den Alltag gibt. Denn jeder Freimaurer weiß, dass er sich auf seine Brüder verlassen kann. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, warum wir nicht jeden Mann „ungeprüft“ in unsere Gruppe aufnehmen können und uns viel Zeit für ihn nehmen, bevor er Zugang zu unserer Loge erhält.

Das Akzeptieren von Unterschiedlichkeiten und differenzierten Meinungsbildern ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der Freimaurerei.
Wer einmal eine Diskussion unter Freimaurern erlebt hat, wird dies bestätigen können.

Unser Bruder Voltaire hat einen treffenden Satz zu dieser freimaurerischen Kultur gesagt:
„Ich bin nicht Ihrer Meinung, aber ich werde alles dafür tun, damit Sie Ihre Meinung äußern können.“

Ungleiche Meinungen und Kritik „aushalten“ zu müssen ist für viele Männer, die in unseren Bund aufgenommen werden oft etwas Neues.
Daraus folgt, dass man unweigerlich beginnt toleranter zu werden, wenn man sich in freimaurerische Diskussionen begibt. Dies bewirkt unserer Ansicht nach einen wichtigen, inneren Reifeprozess.

Man hört oft, dass Freimaurerei das beste Persönlichkeitstraining überhaupt ist, ohne dafür ein Vermögen zahlen zu müssen.

Nichts könnte weniger auf die Freimaurerei zutreffen als der regelmäßig wiederholte Vorwurf, dass dort sektenähnliche Zustände herrschten.

Das genaue Gegenteil ist der Fall:
Freimaurer teilen zwar gleiche ethische Werte, aber ansonsten sind Sie sehr unterschiedlich und pflegen einen offenen und toleranten Gedankenaustausch.
Das Gleichschalten von Meinungen oder das Pflegen von Dogmen – wie in Sekten üblich – ist den Freimaurern fremd. Nicht umsonst ist das Wort “frei“ im ureigensten Wortsinne im Begriff der Freimaurerei enthalten.

Dieser freie Gedankenaustausch war es auch, welcher der dogmatisch ausgerichteten katholischen Kirche ein Dorn im Auge war und viele evangelische Pastoren zu Freimaurern werden ließ. Bis heute hat die Freimaurerei deshalb eine starke Verbindung zur evangelischen Kirche.
2012 kam dies bei der 275-Jahrfeier der Freimaurer in Hamburg zum Ausdruck, als wir den „Michel“ als Veranstaltungsort für unsere rituellen Feierlichkeiten nutzen durften.
Diese Feierlichkeit stand unter der Schirmherrschaft des Hamburger Bürgermeisters Olaf Scholz und seines Vorgängers Ole von Beust. Einer Sekte würde man diese Ehre wohl kaum erweisen.

Die katholische Kirche hat bis heute Probleme mit der freien und kritischen Sichtweise, die Freimaurer von der sie umgebenden Welt haben.
Nicht umsonst wurde unsere Bruderschaft gerade deswegen von den Nazis verfolgt, die einige Logenhäuser zerstörten und alle Logen zwangen, ihre Häuser abzugeben. Das freie, unabhängige Denken der Freimaurer stellte für die Willkürherrscher eine Gefahr dar.

Von je her hat die Freimaurerei eine große Anziehungskraft auf Intellektuelle, Künstler und protestantische Kirchenvertreter ausgeübt.

Im 19. Jahrhundert „musste“ man sogar dazu gehören, wenn man schick sein wollte. Das galt auch für Unternehmer und andere gesellschaftliche Größen.
Denker und Komponisten wie Goethe, Schiller, Lessing oder Mozart gehörten zu dieser Zeit unserer Bruderschaft an.
Und auch heute besteht ein Teil der Freimaurer aus Akademikern und Männern in verantwortlichen Positionen. Gleichwohl besteht ein großer Teil aus Handwerkern, Angestellten und Männern gesellschaftlichen Richtung.

Jeder Mann, der frei im Denken und finanziell unabhängig ist, kann unserer Bruderschaft beitreten.
Es muss lediglich ein freier Mann von gutem Ruf sein. So schreiben es unsere Aufnahmebedingungen vor.
Ein Interesse für kulturelle, philosophische und historische Themen, die in unserer Bruderschaft einen nicht unerheblichen Teil einnehmen, sollte jedoch vorhanden sein.

Frei ist ein Mann nur, wenn er sich nicht in zu engen Abhängigkeiten befindet. Nach dem Dafürhalten vieler Freimaurer schränkt beispielsweise die Überschuldung eines Mannes seine Freiheit so sehr ein, dass er im eigentlichen Sinne nicht mehr frei, sondern unfrei ist.

Das gilt ebenso für die Freiheit im Denken: Ein Sektenmitglied ist in seiner Denk- und Vorstellungswelt so eingeschränkt, dass es schwerlich in der Lage wäre, bei den dogmenfreien Diskussionen von Freimaurern einen konstruktiven Beitrag zu leisten.

Vor dreihundert Jahren durfte der Sohn einer Magd kein Freimaurer werden, weil er unfrei geboren wurde. Die Zeiten von sklavenähnlichen Abhängigkeitsverhältnissen sind in dieser Form erfreulicherweise vorbei.

Der gute Ruf bemisst sich an einem einwandfreien Leumund, der eine kriminelle Vergangenheit oder dubiose Machenschaften eines Suchenden von einer Mitgliedschaft ausschließt.
Hier stößt die vielbeschworene Toleranz der Freimaurerei also an ihre Grenzen.

Im Einzelfall entscheiden die Brüder über die Aufnahme eines Suchenden, indem sie ihm eine Mitgliedschaft anbieten oder sie ihm vorenthalten.
Daher ist es auch nicht möglich, durch Geld, gesellschaftliche Stellung oder andere Einflussnahmen eine Mitgliedschaft in einer Loge zu erlangen. Es kommt allein auf das Urteil der Logenbrüder an.

Wenn Freimaurer nicht öffentlich preisgeben, dass sie unserem Bund angehören, verstehen wir darunter „ ein gedecktes Arbeiten“.
Das hängt mit den kursierenden Gerüchten zusammen, die es im Zusammenhang mit der Freimaurerei leider immer noch gibt und die in weiten Teilen auf die Verunglimpfung durch die Nazis im dritten Reich zurück zu führen sind.

Leider macht dies auch in erschreckender Weise deutlich, welche nachhaltige Wirkung die „dunkle Zeit“ bis heute noch auf die freimaurerische Tradition in Deutschland hat, was in anderen Ländern so ganz anders ist. Zum Beispiel gehört es in England oder Schottland zum „Guten Ton“ ein Freimaurer zu sein.
Um nicht mit Vorurteilen belastet zu sein und dadurch im Zweifel sogar Nachteile im Beruf erfahren zu müssen, sind einige Brüder vorsichtig mit Äußerungen zu einer Mitgliedschaft.
Viele Freimaurer würden sehr gerne Ihre Mitgliedschaft zu unserer Bruderschaft preisgeben. Denn es gibt nichts, was man zu verstecken brauchte. Ganz im Gegenteil.

In den USA und in Skandinavien haben Freimaurer seit jeher eine tiefe Verwurzelung in der Gesellschaft.
Sie haben sich dort über Jahrhunderte einen ausgezeichneten Ruf erworben und sind dadurch u.a. zu bevorzugten Geschäftspartnern avanciert.
Jeder Bruder darf sich dort zu seiner freimaurerischen Tradition bekennen, ohne mit Vorurteilen (allenfalls mit positiven) konfrontiert zu werden.
Wir hoffen, dass dieser Weg für uns in Deutschland nicht mehr allzu lang auf sich warten lässt.

Es gibt bei uns – wie auch in anderen Vereinigungen – Rituale, die dazu beitragen, unsere Bruderschaft durch gemeinsame Erlebnisse zu festigen.
Allerdings ist daran nicht das Geringste merkwürdig.

Es gibt bei uns keine -wie auch immer gearteten- Opferrituale à la Dan Brown und wir müssen uns auch nicht nach drei Pleiten umbringen, wie es manchmal nachzulesen ist. Diese Vorurteile sind u.a. Nachwirkungen der Verunglimpfung durch die Nazis im dritten Reich, die sich erstaunlicherweise bis in die Neuzeit gehalten haben. Wir bedauern dies sehr, denn sie halten interessierte Menschen von authentischen Informationen fern und sorgen für unnötige Gerüchte, die Freimauern nicht gerecht werden.
Auch die gern zitierten Weltverschwörungstheorien entbehren jeder Grundlage.

Es geht geradezu erschreckend normal bei uns zu. Es geht uns um das emotionale Erlebnis, dass wir aus den rituellen Arbeiten mitnehmen. Es festigt nicht nur die Verbundenheit untereinander, sondern wirkt auch noch lange in der Alltagswelt als Kraftspender weiter.

Reißerische Filmberichte, die Fakten mit Phantasie vermengen, tragen leider immer wieder dazu bei, freimaurerische Praktiken als okkult zu verteufeln.
Tatsache ist, dass jede rituelle Arbeit würde- und respektvoll verläuft und nicht im Geringsten dazu Anlass gäbe, als merkwürdig bezeichnet zu werden.
Leider bereitet aber die Tatsache, dass wir niemandem Einblick in unsere rituellen Tempelarbeiten gewähren den Boden für Spekulationen und bietet Raum für die kuriosesten Projektionen von Vorstellungen über das, was da wohl ablaufen mag.

Nicht zuletzt ist Sensationssucht aber auch zutiefst menschlich und es nicht an uns dies zu verurteilen.

Selbstverständlich ist das möglich, da wir ein Verein sind und uns nach diesen gesetzlichen Regeln organisieren.

Ein Austritt kommt immer mal wieder vor. Wenn auch selten, da unser Bund von den meisten Brüdern als Lebensbund empfunden und gelebt wird.
Kein ehemaliger Freimaurer wird nach einem Austritt gemieden, verfolgt oder hat andere Repressalien zu befürchten. Derartige Informationen sind unsinnige Behauptungen von spekulationseifrigen Menschen und Medien.

Es ist auch weiterhin ein persönlicher Austausch mit einem ehemaligen Bruder möglich, wenn er dies wünscht. Allerdings kann er nicht mehr im Rahmen von Logenarbeiten mit uns zusammen treffen.

Freundschaften, die sich unter Freimaurern häufig bilden, haben natürlich auch dann noch Bestand, wenn ein Bruder austritt und beide Männer an ihrer Freundschaft festhalten wollen.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Ein wie auch immer gearteter respektloser Umgang mit einem ehemaligen Bruder würde zudem unserem Gebot der Toleranz zuwiderlaufen.
Diese Toleranz zeigt sich auch darin, dass ein Mann nach einem Austritt wieder in unseren Bund aufgenommen werden kann. Auch dies passiert dann und wann.

In ihrer Eigenschaft als Freimaurer sicherlich nicht. Wie oben erwähnt, gehören aber viele Führungskräfte zu unserem Bruderbund, die als Persönlichkeiten „Macht“ in ihrem unmittelbaren beruflichen Umfeld haben.

Macht oder Machtlosigkeit übt jeder Maurer daher in seiner gesellschaftlichen Stellung aus, wenn man so will.
Das hat nichts mit der Bruderschaft zu tun.

Weltverschwörungstheorien werden bei uns sicherlich nicht gesponnen und alle Gerüchte darüber entbehren jeder Grundlage.

Ja, genau wie es Netzwerke überall in der uns umgebenden Welt gibt.
Sei es der Förderverein einer Grundschule, ein Handwerkerverband oder ein Sportverein.
Allerdings weniger im Sinne des Spinnens von Geschäftsbeziehungen, sondern eher im Austausch von Wissen. Dieses Wissen macht es für die meisten Brüder so interessant, uns anzugehören.

Wissen ist für uns sehr wertvoll. Und es gibt einen reichen Fundus an Wissen, den sich viele Menschen noch nicht erschlossen haben.

Unser Interesse, hinter die Kulissen zu schauen, erkennt man auch daran, dass wir häufig Vortragsabende zu unterschiedlichsten Themen abhalten.
Hin und wieder wird auch bei öffentlichen Gästeabenden ein geeigneter Vortrag präsentiert.

Die sog. Geschäftsmaurerei ist bei uns nicht gerne gesehen. Ein Mann, der sich bei uns wirtschaftliche Vorteile verspricht, ist bei uns falsch.
Das bedeutet jedoch nicht, dass man sein -über Jahre gewonnenes- persönliches Vertrauen in einen Bruder nicht auch in ein berufliches Vertrauen münden lassen dürfte und dann Kontakte eine Rolle spielen können.

Dies hat aber mit einem aktiven Betreiben von Akquise nichts zu tun.

Die Freimaurerei hat aufgrund ihrer Verschwiegenheit immer wieder für derartige Spekulationen gesorgt.

Fakt ist, dass es sog. reguläre Logen gibt, die einem weltumspannenden Dachverband angehören und sich selbstverständlich an Recht und Gesetz halten. Ansonsten würden unserem Bruderbund keine Rechtsanwälte oder Richter angehören, wie dies in vielen Logen der Fall ist.

Fakt ist aber auch, dass es in der Vergangenheit sog. irreguläre Logen gab, die sich mit dem Nimbus eines Geheimnisses umgeben wollten und sich daher ein freimaurerisches Erscheinungsbild mit merkwürdigen Aufnahmeritualen gaben. Diese „Logen“ werden von ordentlichen Freimaurern nicht anerkannt und auch nicht als Logen bezeichnet.
Es werden auch keine Kontakte zu solchen Organisationen gepflegt, sondern gemieden.

Diese irregulären „Logen“, darunter z.B. die „P2“ in Italien, haben tatsächlich kriminelle Handlungen begangen.
Dadurch sind sie dankbare Aufhänger für effektversessene Fernsehsender, die gerne darüber berichten. Leider findet es dann keine Erwähnung, dass es sich nicht um reguläre Logen, sondern um Organisationen handelt, die mit ordentlicher Freimaurerei nichts zu tun haben.

Sie haben damit der Freimaurerei sehr geschadet und sie in Verruf gebracht.

Die Freimaurerei hat über viele Jahre in einem Zwiespalt zwischen Diskretion einerseits und Verteidigungswillen andererseits gelebt, was leider auch dazu führte, dass ein Nährboden für wilde Spekulationen entstanden ist, gegen den nicht konsequent genug vorgegangen wurde. Das müssen wir selbstkritisch zur Kenntnis nehmen und daran arbeiten.
Allem in allem lässt sich resümierend sagen, dass die Freimaurerei in Ihrem Wirken eine positive Ausstrahlung auf den Einzelnen und über ihn auf die Gesellschaft haben soll.
Wer sich um ein differenziertes Meinungsbild bemüht und bereit ist, Vorurteile kritisch zu hinterfragen, wird nicht umhin kommen, in der Freimaurerei einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft zu sehen.

Nicht umsonst heisst es: „Freimaurerei soll aus einem guten Mann einen Besseren machen“.

Wenn Sie mit diesen Gedanken etwas anfangen können, sind sie bei uns herzlich willkommen!